Verzierung f.

Was zum Verschönern, zum Schmücken dient. Dekor. Bei antiken Uhren waren Gravur und Ziselierung vorherrschend. Das Werk einer mechanischen Uhr verfügt über relativ grosse Flächen, die keinen Kontakt zu beweglichen Teilen haben (z.B. Federn, Nocken, Hebel, Räder). Zur Erzielung eines Mehrwerts werden die sichtbaren oder unsichtbaren Flächen deshalb mit Verzierungen versehen. Dabei sind folgende Techniken vorherrschend: Polieren, Anglierung mit einem Diamantstichel, Schleifen, meist mit Schmirgelpapier oder einem Schleifsubstrat. Es werden auch Schneidwerkzeuge verwendet, teilweise aus Diamant. Da die Werkplatte und die Brücken in der Regel aus Messing bestehen, werden die Verzierungen anschliessend elektrolytisch mit einer feinen Nickel-, Gold- oder Rhodiumschicht versehen.

Dekorarten:

Verbreitet sind folgende Dekorationen:

1. Sandstrahlen (kostengünstiges Dekor).

2. Gerader Schliff.

3. Wendelschliff Sonnenstrahlen (auf geneigter Ebene).

4. Wendelschliff (Papier, auf flacher Ebene).

5. Wendelschliff Diamant (flach, mit Diamantwerkzeug).

6. Genfer Streifen, gerade Streifen oder Genfer Wellen (Papier).

7. Mechanischer Streifenschliff (mit Schneidwerkzeug).

8. Kreislinien (Papier).

9. Perlierung oder Punktierung (Rebhuhnaugen) oder Zapfenschliff. Die Grundplatte des Zifferblatts kann mit denselben Techniken verziert werden.

10. Guillochierung, edles Dekor für hochwertige Zifferblätter. Das Dekor des Uhrgehäuses erfolgt durch Schleifen, Polieren, Gravieren und Ziselieren. Siehe Guillochierung 1767.

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Verzierung f.

Arbeit des Dekorateurs. Ausschmückung, Dekor. Die Verzierung des Zifferblatts, des Gehäuses, des Werks.

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