I. (m.) Modul. Konstante oder Koeffizient, mit der/dem schnell gewisse Werte oder Abmessungen festgelegt werden können:
Elastizitätsmodul oder Youngscher Modul: Symbol E; Materialkennwert, der den Zusammenhang zwischen mechanischer Spannung und Dehnung für ein elastisches, isotropes Material beschreibt. Man bestimmt den Elastizitätsmodul eines Materials, indem man einen Probekörper (Barren oder Draht aus diesem Material) von bekannter Querschnittsfläche und Länge einer zunehmenden Zugbeanspruchung aussetzt und dabei die entsprechenden elastischen Verlängerungen misst. E berechnet man mit dem Verhältnis:

wobei:
L = Anfangslänge des Probekörpers in mm; P = Zugkraft in N; l = Verlängerung in mm; s = Querschnittsfläche des Probekörpers in mm2.
E wird in [N/mm2] oder in [MPa] ausgedrückt. In der Uhrmacherei (Federn, Spiralfedern) variiert E zwischen 180'000 und 220'000 N/mm2 oder MPa.
Getriebemodul: Symbol m; Verhältnis zwischen dem Teilkreisdurchmesser d eines Zahnrads und seiner Zähnezahl z.

Das ist eine in Millimetern ausgedrückte Länge. Die Teilung p gemäss

ergibt:

Gleitmodul, Coulomb-Modul oder Schubmodul: Materialkonstante, welche das Verhältnis zwischen der parallel zu einer Fläche des Probekörpers angelegten Scherkraft und der beobachteten elastischen Verformung beschreibt. Der Schubmodul kann mit einem Torsionsexperiment bestimmt werden, indem das Verhältnis zwischen dem Drehmoment und dem Verdrehungswinkel gemessen wird. Er wird in [N/mm2] oder in [MPa] ausgedrückt. Für Stahl beträgt er etwa 80'000 N/mm2 oder MPa. Elastizitätsmodul und Gleitmodul sind temperaturabhängig.
II. (n.) Modul. Unterbaugruppe, die aus mehreren Bauteilen besteht. Kann eine oder mehrere spezielle Funktionen eines Zeitmessinstruments ausführen. Ein Modul kann auf einem Basiskaliber montiert werden, um ihm weitere Funktionen hinzuzufügen. Motor-, Aufzugs-, Elektronik-, Anzeige-, Kalender-, Chronographenmodul.
Anzeigemodul: Das Modul umfasst ein in der Regel digitales Anzeigesystem, Flüssigkristallanzeige (LCD), organische Leuchtdiode (OLED), Scheiben, Trommeln. 
Fotovoltaikmodul: Das Modul umfasst Fotovoltaik- oder Solarzellen zur Erzeugung von elektrischem Strom. 
Kalendermodul: Das Modul umfasst eine Datumsanzeige sowie eine oder mehrere weitere Anzeigen, wie z.B. Tag, Monat, Jahr oder Mondphase. 
Chronographenmodul: Das Modul umfasst den Chronographenmechanismus. Oft ist es so konstruiert, dass es auf ein Kaliber montiert werden kann, das ursprünglich nicht als Chronograph vorgesehen war. Mechanische Module können auf Basiskaliber für Hand- oder automatischen Aufzug montiert werden. Dieses System wird häufig bei Uhren mit Komplikationen angewendet, bei denen sie meist übereinander angeordnet sind. Die gängigsten sind:
1. Chronographenmodul: auf der Zifferblattseite, mit Schrauben an der Werkplatte befestigt.
2. Automatikmodul: auf der Werkseite mit zwei bis drei Schrauben befestigt.
3. Kalendermodul: ausschliesslich auf der Zifferblattseite.
4. Kalendermodul mit Mehrfachanzeige: Wochentag, Datum, Monat, Schaltjahr (ewiger Kalender) und Mondphasen: ausschliesslich auf der Zifferblattseite.
Beleuchtungsmodul: Modul mit der Aufgabe, ein Element der Uhr zu beleuchten: Flüssigkristallanzeige (LCD), Zifferblatt, Zeiger. Siehe Anzeigebeleuchtung 1254.
Elektronikmodul: Modul mit dem Elektronikteil des Uhrwerks. Es handelt sich im Allgemeinen um eine gedruckte Schaltung (PCB), auf der die elektronischen Bauteile angeordnet sind: integrierte Schaltung, Quarz, Kondensator, manchmal Kontaktbriden oder Motorspule. 
Datumsmodul: Modul, das ausschliesslich eine Datumsanzeige enthält. 
Automatikmodul: Modul mit dem Schwungrad v, oder Schwungmasse, und dem Mechanismus, der die Energie auf das Federhaus überträgt und sich zusammensetzt aus dem Aufzugsrad a, das mit dem Schiebetrieb b einrastet, den Übertragungsrädern c und d, den Reduktionsdrehteilen e und f sowie dem Sperrrad g. 