Datum, Ordnungszahl für den Monatstag. Der 10. Februar.
Datumsuhr: Uhr, die in Fenstern oder mit Zeigern das Datum, den Wochentag, den Monat, manchmal das Jahr und die Mondphasen anzeigt. Syn. o. sinnverw.: Kalenderuhr, Datometer.
Jahreskalender: Gross- oder Kleinuhr, die mit einem Mechanismus ausgerüstet ist, der automatisch die Monate mit weniger als 31 Tagen korrigiert. Eine Ausnahme ist der Februar, in dem das Datum nach dem 28. oder 29. manuell auf den 1. März gestellt werden muss. Die erste Uhr mit Jahreskalender wurde 1996 von Patek Philippe auf den Markt gebracht.
elektronischer Kalender: Vorrichtung mit abgespeichertem ewigem Kalender, die den Datumswechsel Ende Monat einschliesslich des 29. Februars in Schaltjahren automatisch ausführt. Die Anzeige kann traditionell numerisch über eine Scheibe, die von einem unabhängigen Motor bewegt wird, oder rein elektronisch über ein kleines LCD-Modul erfolgen. Sie kann auch analog mit einem Zeiger, der durch einen unabhängigen Motor bewegt wird, umgesetzt werden. In allen Fällen muss das System den Moment des Datumswechsel um Mitternacht erkennen, z.B. mit einem elektrischen Kontakt, der durch das Stundenrad betätigt wird.
grosses Datumsfenster oder Grossdatum: Datumsanzeige nicht durch eine einfache Scheibe mit 31 Positionen, sondern z.B. mit zwei über- oder nebeneinander angebrachten Scheiben.
mehrsprachiges Datum: Vorrichtung, welche die Wochentage oder Monate (oder deren Abkürzungen) in mehreren Sprachen anzeigen kann. Bei Fensteranzeige erscheint die gewählte Sprache ständig.
ewiger Kalender: Vorrichtung, die den Datumswechsel Ende Monat einschliesslich des 29. Februars in Schaltjahren automatisch ausführt. Trotz der Bezeichnung «ewig» ist er nur bis ins Jahr 2100 programmiert. Dann wird ausnahmsweise kein Schalttag eingeschoben und somit kein 29. Februar. Der gregorianische Kalender ist für den Uhrmacher eine echte Herausforderung. Um die Monate mit 31, 30 und 28 Tagen sowie den 29. Februar in Schaltjahren zu berücksichtigen, muss er nämlich sein Uhrwerk mit einem Speicher von 1461 Tagen bzw. vier Jahren ausstatten. Siehe gregorianischer Kalender 521. Einer der ersten ewigen Kalender ist derjenige der astronomischen Uhr im Strassburger Münster in ihrer zweiten Version, die 1574 vom Schweizer Isaak Habrecht (1544-1620) mit Unterstützung seines Landsmanns Konrad Hasenfratz (Dasypodius) (1532-1601) gebaut wurde.
Jahrhundertkalender: wirklich ewiger Kalender, der den Datumswechsel am Ende jedes Monats vornimmt und dabei den 29. Februar in Schaltjahren berücksichtigt, ihn aber ausfallen lässt, wenn das Schaltjahr am Ende eines Jahrhunderts ohne die zwei Nullen am Ende nicht durch 4 teilbar ist, wie z.B. 1900, 2100, 2200 und 2300, während hingegen 2400 ein Schaltjahr bleibt. Ermöglicht wird dies durch ein Rad, das in 400 Jahren bloss eine einzige Umdrehung macht. Der erste gregorianische Kalender wurde von Jean-Baptiste Schwilgué für die dritte Version der astronomischen Uhr im Strassburger Münster (1842) erfunden. Es folgten diejenigen der astronomischen Uhr des Bretonen Daniel-Marius Vachey (1968), der von Henri-Daniel Piguet bei Patek Philippe (1972) konstruierten Taschenuhr, der Kaliber 89 derselben Marke, signiert von Jean-Pierre Musy (1989), der Perpetual Secular Calender von Sven Andersen (1996) und des Tourbillon Aeternitas von Franck Muller (2006).
halbewiger Kalender oder Vierjahreskalender: Vorrichtung mit mechanischem Speicher für den Datumswechsel am Ende jedes Monats ausser am 29. Februar von Schaltjahren.
vollständiger Kalender oder Vollkalendarium: Gross- oder Kleinuhr, die das Datum, den Wochentag, den Monat und die Mondphase anzeigt.
dreifacher Kalender: Gross- oder Kleinuhr, die das Datum, den Wochentag und den Monat anzeigt.
Day-Date-Kalender : Gross- oder Kleinuhr, die das Datum und den Wochentag anzeigt.
Uhr mit einfacher Datumsanzeige: Gross- oder Kleinuhr, die zusätzlich zu den Uhrfunktionen das Datum anzeigt.